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Manuelle Therapie einfach erklärt

Aktualisiert: 17. Dez. 2025

Person hält Fuß und übt Zug aus.

Die Manuelle Therapie ist ein spezialisierter Bereich der Physiotherapie, der sich mit der Untersuchung und Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates beschäftigt. Sie nutzt ausschließlich die Hände der Therapeut:innen, um Gelenke zu mobilisieren, Muskeln zu entspannen, Nerven zu entlasten und Bewegungsabläufe zu verbessern. Dabei werden sowohl passive als auch aktive Techniken eingesetzt. Wirklich nachhaltige Ergebnisse entstehen erst dann, wenn die manuelle Behandlung konsequent mit aktiver Therapie kombiniert wird.


Im Mittelpunkt stehen die Gelenke, Muskeln, Faszien und Nerven – also all jene Strukturen, die für schmerzfreie Bewegung verantwortlich sind.


Wie funktioniert Manuelle Therapie?

Manuelle Therapie basiert auf klar definierten, wissenschaftlich fundierten Techniken:


  1. Gelenkmobilisation

    Gezielte, rhythmische Bewegungen verbessern die Beweglichkeit eingeschränkter Gelenke und reduzieren Schmerzen. Der Therapierende kann gezielte Impulse setzen und damit das Gleiten der Gelenke verbessern.

  2. Traktion

    Das Gelenk wird leicht auseinandergezogen und dadurch der Druck im Gelenk verringert. Strukturen werden entlastet und Stoffwechselprozesse angeregt. Besonders hilfreich und entlastend ist das bei der Wirbelsäule, Schulter, Hüfte und Knie.

  3. Weichteiltechniken

    Spezielle Handgriffe reduzieren die Muskelspannung betroffener Muskeln, Faszien oder Bänder. Außerdem wird die Gewebefunktion stimuliert und damit die Reize gesetzt, die man zur Rehabilitation betroffener Regionen benötigt.

  4. Nervenmobilisation

    Eingeengte oder gereizte Nerven, werden mobilisiert, um Beschwerden die die Oberflächen- oder Tiefensensibilität betreffen zu reduzieren. Patient:innen verspüren weniger Kribbeln, Taubheit oder geringere ausstrahlende Schmerzen.

  5. Aktive Techniken

    Damit eine manuelle Behandlung nachhaltig wirkt, braucht der Körper eine neue Bewegungsstrategie. Diese wird durch gezielte aktive Übungen vermittelt. Sie helfen dem Nervensystem, Bewegungen neu zu organisieren und sicherer auszuführen.


Manuelle Therapie ist keine Massage, sondern ein hochspezialisiertes Verfahren mit klaren diagnostischen und therapeutischen Konzepten.


Für wen ist die Manuelle Therapie besonders geeignet?

  • Rückenschmerzen und Blockaden der Wirbelsäule

  • Nackenverspannungen, Bewegungseinschränkungen

  • Schulter-, Hüft- und Kniebeschwerden

  • Kopfschmerzen, Migräne (muskuloskelettal bedingt)

  • Schmerzen nach Verletzungen oder Überlastung

  • Bandscheibenprobleme (ohne OP)

  • Probleme im Kiefergelenk (CMD)

  • Ausstrahlende Schmerzen (Arm, Bein)

  • Bewegungseinschränkungen nach Immobilisation


Kurz: Manuelle Therapie ist ideal für alle Patient:innen, die Schmerzen haben, sich nicht frei bewegen können oder bei denen sich Bewegungsabläufe „festgefahren“ anfühlen.



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